Asiatische Möbel

Asiatische Möbel: Wohnambiente im Asienstil

Asien hatte schon immer eine Faszination auf die Menschen. Bereits im neunzehnten Jahrhundert favorisierte man Asiatika im Wohnbereich. Waren damals klassische Mingvasen oder Möbel aus schweren dunklen Hölzern der Renner, favorisiert man heute eher eine lichte und freundliche Wohnausstattung. Wie viel Asia Style enthalten ist, ist Geschmackssache.

Buddha als Weltreisender

Buddhafigur aus Holz als asiatisches Möbelstück

© iStockphoto/Thinkstock

Die Beschäftigung mit Esoterik, Zen-Buddhismus, Tibet oder Yoga brachte es mit sich, dass man ab Mitte der siebziger Jahre öfter eine Meditationsecke mit Buddha und andere asiatische Möbel in deutschen Wohnungen fand. Zugleich entstanden esoterische Buchhandlungen und Meditationszentren. Yogareisen brachten Menschen dazu, sich für asiatische Religion und Kultur zu interessieren. Man reiste nach Bali, Thailand oder Burma. Die Antiquitätenläden nahmen den Boom auf. Heute sind Rattansitzgruppen, Buddhastatuen oder Riesenfächer in deutschen Wohnungen normal. Jeder pflegt einen anderen Asia Style. Der eine mag es indonesisch und sammelt Batikkissen und Schattenspielfiguren, um sein Mobiliar mit einem asiatischen Touch zu versehen. Der andere zieht eine Einrichtung im japanischen Zen-Stil vor. Auf dem Boden liegen Tatamis, in der Ecke steht eine Ikebana-Kreation. Man schläft auf einem Futon. Verschiebbare Shojis mit Papierabdeckungen verändern den Raum. Die Investition für asiatische Möbel  in diese Stringenz ist allerdings hoch. Die meisten Menschen favorisieren einen Stilmix mit asiatischen Elementen. Sie leisten sich beispielsweise einen chinesischen Hochzeitsschrank als Hingucker im Flur und stellen eine Bodenvase mit Orchidee daneben. Im Wohnzimmer steht eine Lampe im schlichten Zenstil, an der Wand über dem Sofa hängt ein Leinwand-Tryptichon mit dem Kopf einer thailändischen Buddhastatue.

Asia Style von Indien bis Sri Lanka

Asiatische Möbel und Accessoires im Wohnbereich lassen sich erstaunlich problemlos mit skandinavischen Möbel oder Designermöbeln kombinieren. Oftmals setzen die Asiatika interessante Kontraste – zum Beispiel Designer-Sachlichkeit gegen balinesische Verspieltheit, helle Möbel gegen das dunkle Holz einer Thai-Buddhastatue oder ein roter Hochzeitsschrank in einem kühlen Ambiente von schwarz-weiß Tönen. Auch der Kolonialstil und die Kulturen Indiens, Nepals oder Tibets haben ihre Spuren im Mobiliar der Deutschen hinterlassen. Typisch für einen asiatischen Wohnstil ist seine Schlichtheit und Harmonie. Nichts wirkt überladen, alles lädt eher zum Ausruhen ein. Wo man bunte Brokatstoffe aus Tibet oder indische Saritücher als Vorhang einsetzt, kontert man sie mit schlichten Farben im Umfeld. Im Grunde kann heute jeder seinen persönlichen Asia Style pflegen. Wer viel reist, bringt aus jedem Land etwas Typisches mit und kombiniert alle asiatischen Möbel zu einem geschmackvollen Ambiente. Wer nicht gerne reist, kann sich heute im Internet bedienen. Restaurierte asiatische Originalmöbel oder preisgünstige Repliken sind bei Händlern in Kathmandu, New York oder auf Versteigerungsplattformen zu finden.

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