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Energieeffizienzhaus – die Unterschiede

von Kerstin

Dank der ständig steigenden Energiekosten überlegen immer mehr Menschen, ihr Wohnhaus in ein Energieeffizienzhaus umzuwandeln. Dies rentiert sich jedoch nicht immer und sollte deswegen gut geplant werden. Bei einem Altbau ist die Umwandlung in ein Energieeffizienzhaus fast unmöglich, da lohnt es sich noch eher, das Haus abzureißen und neu zu bauen.

Grünes Haus mit Fragezeichen

© iStockphotos/Thinkstock

Energie sparen ist eines der heißesten Themen – nicht nur in den kalten Winterwochen. Dabei stiften unterschiedliche Begriffe häufig Verwirrung, so dass ich erst mal erklären möchte, was für Unterteilungen es beim Energieeffizienzhaus überhaupt gibt:

Das Niedrigenergiehaus

Produziert gewöhnlich selbst keine Energie, verbraucht aber wesentlich weniger Energie als ein gewöhnliches Haus. Am wichtigsten ist dabei eine gute Wärmedämmung, so dass keine Wärme nach außen dringt und stärkeres Heizen erforderlich macht. Auch ältere Häuser lassen sich mit Wärmedämmung zu einem Niedrigenergiehaus umbauen. Die Kosten amortisieren sich nach einigen Jahren durch die Ersparnis beim Energieverbrauch.

Das Passivhaus

Das Passivhaus setzt als Energieeffizienzhaus vor allem auf passive Nutzung der vorhandenen Wärmequellen. So besitzen Passivhäuser extrem große Fenster, die viel wärmendes Sonnenlicht ins Innere lassen und nutzen die sogenannte Abwärme – die Wärme, die elektronische Geräte bei der Benutzung abgeben – um damit Räume zu heizen. Auch hier ist eine gute Wärmedämmung und ein fortschrittliches Lüftungssystem wichtig um die Wärme im Haus zu verteilen. Die Umrüstung ist jedoch teuer und sollte gründlich geplant werden.

Das Nullenergiehaus

Das eigentliche Energieeffizienzhaus, das sich von der Energieversorgung von außen unabhängig macht. Anders als das Passivhaus erzeugt das Nullenergiehaus aktiv Energie zum Eigenverbrauch, gewöhnlich durch Solarpaneele auf dem Dach. Aber auch Blockheizkraftwerke und Wärmepumpen können eingesetzt werden. Die Baukosten sind relativ hoch und die Umrüstung eines älteren Hauses lohnt sich selten (wer nur schnell Solarpaneele auf dem Dach befestigt, bringt es bestenfalls zum Niedrigenergiehaus), doch die Investition lohnt sich auf lange Sicht, da die horrenden Preissteigerungen der Konzerne nicht mehr mitgetragen werden müssen.

Das Plusenergiehaus

Bei dieser gesteigerten Form des Nullenergiehauses wird mehr Energie produziert als selbst benötigt wird. Der Überschuss kann an den lokalen Stromversorger verkauft werden. Lohnt sich als langfristige Zusatzeinnahme und soll irgendwann Standard beim Energieeffizienzhaus werden.

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