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Das Drei-Liter-Haus

von Kerstin

Sie haben bestimmt schon einmal vom Drei Liter-Auto gehört, das seit Jahren erklärtes Ziel der Automobilindustrie ist, aber kennen Sie auch das Drei-Liter-Haus? Es gehört zur Familie der modernen Energieeffizienzhäuser und zeichnet sich durch den geringen Verbrauch von teurem Heizöl aus. Das schont die Haushaltskasse.

Leider muss ich gleich vorweg enttäuschen: Natürlich verbraucht das Drei-Liter-Haus mehr als drei Liter Heizöl im Jahr. Die Drei Liter beziehen sich hier auf den Verbrauch pro Quadratmeter im Jahr. Drei Liter entsprechen dabei ungefähr 30 kWh Strom. Der Name Drei-Liter-Haus wurde vom Fraunhofer Institut für Bauphysik als Marke patentiert, so dass es andernorts auch als Ultra-Niedrigenergiehaus bezeichnet wird oder einfach als Unterart der Energieeffizienzhäuser.

Drei-Liter-Haus

Drei-Liter-Haus © iStockphoto/Thinkstock

Mit dem Drei-Liter-Haus fast unabhängig werden

Menschen, die Ihre Häuser mit Heizöl heizen, sind extrem abhängig von den Ölpreisen, die in den letzten Jahren fast immer nur gestiegen sind. Vermutungen, dass das Erdöl in den kommenden Jahrzehnten zuneige gehen wird, treiben die Preise immer nur noch weiter in die Höhe. Wer beim Neubau auf Heizöl setzt, sollte daher unbedingt auf ein Drei-Liter-Haus setzen, das die Haushaltskasse trotz hoher Investitionskosten auf Dauer stark entlasten wird. Auch ein vorhandenes Haus kann durch mit einer grundlegenden Sanierung zum Drei-Liter-Haus umgestaltet werden.

Wie funktioniert das Drei-Liter-Haus?

Genau wie andere Energieeffizienzhäuser setzt es auch vor allem auf eine wesentlich bessere Wärmedämmung und auf ein ausgeklügeltes Lüftungssystem, das die Wärme besser in den Zimmern zirkulieren lässt. Ein Pufferspeicher kann überschüssige Energie aufnehmen und freigeben, wenn z.B. an kalten wolkigen Tagen kein direktes Sonnenlicht die Zimmer erwärmt.
Muss dann doch einmal mit Öl geheizt werden, unterscheidet sich das Haus nicht mehr vom regulären Haus, doch die gute Wärmedämmung sorgt dafür, dass der Verbrauch niedriger liegt als bei älteren Häusern, bei denen viel Wärme durch die schlechte Dichtung nach außen abgegeben wird.
Der Umbau zum Drei-Liter-Haus kann mit staatlichen Förderprämien begünstigt werden. Erkundigen Sie sich bei Ihrer Bank, ehe Sie mit der Planung beginnen!

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